Bürgerbeteiligung mit wichtigen Teil-Erfolg: Die Sportanlage am U-Bhf Scharnweberstraße bleibt

In Sachen "Nachnutzung TXL" hat es etwas 'Bewegung' gegeben. Der Senat hat im Rahmen seiner verschiedenen Besuche in den Bezirken am 05.04.2016 im Rathaus Reinickendorf getagt. Hierbei hat der Senat sich zum Thema 'Sportplatzanlage Scharnweberstrasse' lt. Presssemitteilung Nr. 7306 vom 08.04.2016 des Bezirksamtes Reinickendorf wie folgt positioniert:
 „In Sachen Nachnutzung des Flughafenareals Tegel gibt es eine positive Nachricht. Der Berliner Senat hat auf der Sitzung im Rathaus Reinickendorf am 5. April bekannt gegeben, dass die Sportplätze zwischen dem U-Bahnhof Scharnweberstraße und dem Uranusweg bleiben werden.

Das Bezirksamt Reinickendorf begrüßt die Entscheidung. Frank Balzer (CDU) hatte in dieser Angelegenheit mehrmals an den Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel geschrieben. „Ich freue mich, dass der Senat sich diesem Vorgang angenommen hat“, so der Bezirksbürgermeister.

Ursprünglich sahen die Planungen vor, die Sportanlage nach Westen zu verlegen, um das Gelände mit Wohnungen zu bebauen. Die unmittelbare U-Bahnanbindung wollte man für das Kurt-Schumacher-Quartier nutzen – allerdings auf Kosten der Schulkinder und des Vereinssports, die die Sportplätze nutzen. Sie hätten längere Wege in Kauf nehmen und zusätzliche Kreuzungen überqueren müssen.

Nun wird ein Teil des Wohnquartiers nach Westen, auf das Flughafengelände Tegel verschoben. Insgesamt sollen circa 5.000 Wohnungen entstehen, um den Ansprüchen unserer wachsenden Hauptstadt gerecht zu werden und Wohnraum wieder bezahlbar zu machen. Erforderlich werden daher auch zusätzliche Sportflächen und Ergänzungen im Schul- und Kitabereich."

Diese Entscheidung des Senats ist vor allem aufgrund der sehr zahlreichen Eingaben der Bürgerinnen und Bürger und Sportvereine im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum FNP-Entwurf 'Nachnutzung TXL' gefallen. Jeder aufmerksame Beobachter der Diskussionen der letzten Monate wird sich seine eigene Meinung bilden können, inwieweit Andere berechtigt oder minder berechtigt irgendwelche Verdienste daran haben.


Keine Bewegung hingegen hat es bei der Diskussion um die Bebauungsdichte im künftigen 'Kurt-Schumacher-Quartier' gegeben. Hier bleibt es wohl bei der geplanten Mindestanzahl von 5.000 Wohnungen in 7- und mehr-geschossigen Gebäuden. Gerade die Debatte um das Für-und-Wider einer solchen Massivität und die Auswirkungen von weiteren 10-12.000 Menschen im Kiez werden für die zu bewältigende künftige Arbeit des am 01. April gestarteten „Quartiersmanagement Auguste-Viktoria-Allee/Klixstrasse“ (QM AVA/KLix) eine wichtige Rolle spielen. Die Bürgerinnen und Bürger werden hier in ihren Gedanken und Meinungen weiterhin gefragt sein. Das Büro des QM AVA/Klix hat seine Arbeit in der Graf-Haeseler-Strasse 17, 13403 Berlin aufgenommen. Mehr dazu unter http://www.qm-auguste-viktoria-allee.de/