Dialogveranstaltung: Nachnutzung TXL

Bürger arbeiten an Städtebaulichen Entwicklungskonzept mit!

Der Berliner Bezirk Reinickendorf und insbesondere der Ortsteil Reinickendorf-West stehen in den kommenden Jahren vor einem großen Transformationsprozess. 
Mit dem anstehenden Funktionswandel auf den Flächen des zu schließenden Flughafens Berlin-Tegel -TXL- sind die Integration der Nachnutzungsprojekte Urban Tech Republic (kurz UTR, Gewerbe-/Industrienutzungen im Bereich der jetzigen Flugabfertigungsanlagen) und das Kurt-Schumacher-Quartier (Wohnen) sowie die Anpassung der umgebenen Stadtstruktur gebietsverträglich zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt der Senat von Berlin das Areal sowie angrenzende Verflechtungsbereiche in Teilen in die Förderkulisse des Programms Stadtumbau West aufzunehmen – Voraussetzung hierfür ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das durch das städtebauliche Planungsbüro „die raumplaner“ in Kooperation mit „UmbauStadt“ und „empirica“ erarbeitet wird. Die bisher bekannten Planungsabsichten werden vielfältig und vor allem kontrovers diskutiert. Nach der Auslegung der Änderungen zum Flächennutzungsplan Anfang diesen Jahres und einer weiter anhaltenden Irritation rund um die Zukunft der Sportplatzanlage Scharnweberstrasse fand der nächste Schritt der Bürgerbeteiligung seitens des Senats von Berlin statt. In vier sogenannten DIALOGVERANSTALTUNGEN (15.06., 22.06., 27.06., 11.07.) wurden seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Büro „raumplaner“ die interessierten Bürgerinnen und Bürger rund um den Flughafen TXL eingeladen, Ihre Ideen, Kritikpunkte, Anregungen und Vorschläge einzubringen. Der Reinickendorfer Baustadtrat Martin Lambert wie auch Emine Demirbüken-Wegner nahmen an allen angebotenen Dialogveranstaltungen teil. Die Abschlußveranstaltung wurde zudem von Prof. Lütke-Daldrup, Staatssekretär in der Stadtentwicklungsverwaltung, begleitet. 


„raumplaner“-Chefin Sabine Slapa begrüßte jeweils die Anwesenden und stellte dann das Grundanliegen für diese Veranstaltungen vor. Im Fokus des ISEKs steht die lokale und übergeordnete Vernetzung der neuen Nachnutzungsschwerpunkte UrbanTechRepublic, Kurt-Schumacher-Quartier, Tegel Nord und Cité Pasteur mit den angrenzenden Siedlungs- und Landschaftsräumen. Hierzu wird eine thematisch breite Bestandaufnahme der Ausgangssituation vorgenommen und auf dieser Basis Entwicklungsziele und Maßnahmen unter der Berücksichtigung aller vorhandenen und parallel entstehenden Konzepte entwickelt. Lt. Frau Slapa versteht sich das ISEK sich zudem als Instrument, welches zwischen verschiedenen Fachplanungen und Fachpolitiken sowie der Bürgerschaft vermittelt. Eine übergeordnete Bedeutung im Prozess der Erarbeitung des ISEKs kommt daher der Partizipation zu. In Form einer mehrstufigen Bürgerinnenbeteiligung mit Vor-Ort-Workshops sowie Online-Dialogen wird die Kommunikation realisiert. Bürger sowie zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Akteure werden intensiv in den gesamten Prozess eingebunden und haben somit einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis. Deren Meinung zum derzeitigen Umfeld des Flughafens, deren Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Flughafengeländes und die Vernetzung mit diesem sollen eine zentrale Rolle im ISEK-Prozess spielen.
 

Nach solchen einleitenden Worten fanden dann die knapp einstündigen Vor-Ort-Workshops statt. Hierbei wurden eine Menge an Ideen und Stickworten skizziert. Im Abschluß daran wurden diese im „Plenum“ zusammengefasst und finden nun Eingang in die weiteren Gestaltungen des ISEK. Um die Bürgerbeteiligung auch zwischen solchen Veranstaltungen sicher zu stellen, wurden weiterhin vier „Bürgerbeiräte“, bestehend aus jeweils sechs Bürgerinnen und Bürgern gewählt.

Nachnutzung TXL