Einmal jährlich findet das Kiezfest „Rund um die Auguste“ in der Auguste-Victoria-Allee statt. Bereits vor Jahren ist die Idee zum Fest aus der Kiezrunde AVA entstanden. Diese Kiezrunde ist eine Arbeitsgemeinschaft, in der alle im Sozialraum rund um die Auguste-Viktoria-Allee tätigen Träger und Institutionen sich zusammengeschlossen haben. Im Rahmen gemeinsamer Sitzungen wird über Förderungs- und Unterstützungsangebote beraten, diese werden dann auch durchgeführt.
Neu dabei waren das Team des am 01. April 2016 gestarteten Quartiersmanagements AVA/Klixstrasse mit Silke Klessmann, Adem Erenci und Sebastian Bodach wie auch SELAM-Berlin unter der Leitung von Michael Siegel. SELAM-Berlin gUG ist ein 2014 gegründetes gemeinnütziges Unternehmen, das sich in den Bereichen der Jugendhilfe, der Erziehung und Bildung und in der Kriminalprävention insbesondere auf den Gebieten der Gewaltprävention, des Konfliktmanagements sowie der Partizipationsförderung und Demokratiebildung engagiert.
Die diesjährige Veranstaltung wurde wieder -wie in den Vorjahren- erfolgreich vom Reinickendorfer „Vormann“ der Albatros gGmbH, Richard Palm, und seinen vielen Mitstreitern in der Kiezrunde organisiert. So konnte das Fest sich am Samstag, den 16.07.2016 bei gutem Wetter einer prominenten und bunten Gästeschar sicher sein. Staatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner, Stadtrat Uwe Brockhausen, der Abgeordnete Bola Olalowo und viele Mitglieder der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung waren mit dabei. Rund 25 Träger aus dem Kiez gestalteten in bewährter Weise das diesjährige Kiezfest durch viele Mitmachangebote. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Abgerundet wurde das Programm durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und die Anwesenheit des Spielmobils Bollerwagen. Das Motto des diesjährigen Festes lautete „Mein Lebens(t)raum“.
Das Fest wurde von Uwe Brockhausen als amtierender Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Soziales und stellvertretend für Bezirksbürgermeister Frank Balzer eröffnet. Kinder und Jugendliche aus dem Wohngebiet gestalteten ein aus Musik- und Tanzeinlagen bestehendes Bühnenprogramm. Bettina Liebrucks-Beilby ist Leiterin der bei Albatros gGmbH angegliederten Integrationslotsinnen. Diese Frauengruppe ist mit ihren Tanzeinlagen mittlerweile traditioneller Bestandteil des Festes. Der diesjährige Auftritt der Frauen-Tanzgruppe wurde von Emine Demirbüken-Wegner angeführt: „Als Abiturientin und dann während meines Germanistik-Studiums habe ich eine eigene Tanzgruppe aufgebaut und geleitet. Als man auf mich zukam und mir die Ehre antrug, hier die Frauen-Tanz-Gruppe anzuführen, trat ich quasi eine Zeitreise an. Da werden dann wieder alte Übungen und Schrittfolgen abgerufen, das macht ein Riesenspaß!“
Alle in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Einrichtungen stellten an Informationsständen ihre Projekte den Besuchern vor. Neben den sozialen Trägern und Vereinen wie bspw. das Jugendcafé LAIV e.V., der Interkulturelle Mädchentreff im Hause Albatros, das Quartiersmanagement AVA/Klixstrasse präsentierten auch Einrichtungen des Bezirks, die an der Auguste Victoria Allee angesiedelt sind, ihre Dienstleistungen. Dazu gehörten die Schulen und deren Schulstationen die im Quartier angesiedelten Kindertagesstätten der Kirchen und Freien Träger wie auch die Stadtteilbibliothek von Reinickendorf-West, die in dem mit dem Quartiersmanagement AVA/Klixstrasse abgestimmten Kiezkonzept von Kultur-Stadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) eine wichtige Rolle spielt. An einem Infostand hatten die Mitarbeiter dieser öffentlichen Bibliothek auf ihre vielfältigen Ausleihmöglichkeiten aufmerksam gemacht, neben dem klassischen Ausleiher, dem Buch, können Gesellschaftsspiele, Zeitschriften, Tonträger und hochmoderne X-Box Spiele ausgeliehen werden. Katrin Schultze-Berndt hatte bereits in der Bürgersprechstunde im Juni dazu gesagt: „Alle Mitarbeiter der Stadtteilbibliothek nehmen immer gerne an diesem Kiezfest teil, uns geht es darum, auf die große Wichtigkeit des Lesens aufmerksam zu machen. Die Fähigkeit, zu lesen, eröffnet alle Möglichkeiten im Schulalltag, besonders an weiterführenden Schulen und später im Berufsleben. Es ist eine traurige Tatsache: Wer nicht oder sehr schlecht lesen kann, ist für sein ganzes Leben benachteiligt. Diese Person muss schlecht bezahlte Berufe annehmen, kann im Supermarkt die Schilder der Sonderangebote nicht wahrnehmen und gibt dadurch mehr Geld aus. Wir fördern hier an unserem Informationsstand die Lesefähigkeit.“
Natürlich waren auch die Kommunalpolitiker beim „Rund um die Auguste“-Fest anwesend, so Harald Muschner (CDU), schulpolitischer Sprecher in der BVV, der selbst Mitglied in der Kiezrunde ist, oder Kerstin Köppen (CDU), stellvertretende Jugendhilfe-Ausschuss-Vorsitzende: „Hier können wir Bezirksverordneten uns erkundigen, was jeder einzelne Verein und jede Organisation, die uns bereits bekannt und vertraut ist, leistet. Ebenso lernen wir hier neue Vereine und Einrichtungen kennen, die uns ihre Tätigkeitsfelder vorstellen. Daher nutze ich das Fest „Rund um die Auguste“ auch zur Verfestigung der bestehenden Kontakte und zum Aufbau von neuen Kontakten.“