Jeden ersten Mittwoch im Monat, von 17.00 h bis 19.00 h bietet die Wahlkreisabgeordnete von Reinickendorf-West, Emine Demirbüken-Wegner, in ihrem neuen Bürgerbüro künftig eine feste Bürgersprechstunde an. Am 01. März war dazu die ‚Premiere‘…
und zwei Stunden reichten nicht! „Die Bandbreite dessen, was ich an diesem späten Nachmittag und frühen Abend an Themen seitens der Bürgerinnen und Bürger präsentiert bekommen habe, spiegelt fast repräsentativ die Probleme im Ortsteil wider.“, so beschrieb die Abgeordnete ihre erste Erfahrung mit diesem neuen Gesprächsangebot an die Bürgerinnen und Bürger. „Erfahrungen mit dem bezirklichen Gewerbeamt, Dreck und Müll in bestimmten Strassenzügen, die Verkehrssituation rund um den Kurt-Schumacher-Platz, Anregungen und Anmerkungen zum seit knapp einem Jahr laufenden Quartiersmanagement, das sind nur einige Themen dessen, was mit mir diskutiert worden ist. Aber auch nur kurz Vorbeischauen und gucken, was sich hinter den Fenstern des Bürgerbüros verbirgt, war Besuchsanlass!“
Das Bürgerbüro in der Scharnweberstrasse 118 ist seit der Eröffnung Ende Januar 2017 reger Anlaufpunkt für die Menschen im Ortsteil. Bettina Straumann ist Mitarbeiterin im Bürgerbüro: „Zunächst bekam ich einen Schreck, als am Schreibtisch sitzend in meinem Rücken gegen das Fenster geklopft wurde und herein gewunken wurde. Sehr schnell habe ich gelernt, dass dies quasi tägliche Übung ist und mir signalisiert, dass wir im Kiez angekommen und akzeptiert sind.“ Ihre Kollegin Dorothee Igner, die über zwei Jahrzehnte Dienst im Parlamentsbetrieb von Berlin aufweisen kann, ergänzt: „Ich finde, dass die Initiative meiner Chefin, uns nicht im Abgeordnetenhaus hinzusetzen, sondern hier mittendrin im Wahlkreis anzusiedeln, meiner ja nun nicht ganz kurzen Politikerfahrung etwas wirklich Neues hinzugefügt hat. Natürlich kriegst Du hier schnell Emotion und Ungefiltertheit so richtig auf den Schreibtisch serviert. Andererseits können wir daraus ohne Zeitverzug und politischem BlaBla für die Menschen vor Ort aktiv werden. Das bekommt man im Abgeordnetenhaus von Berlin so nicht einmal im Ansatz hin!“
Mit dem Bürgerbüro ist die Möglichkeit des schnellen Kontaktes auf kurzem Weg geschaffen worden. „Hier wohnen auch viele ältere Menschen. Ich denke, es ist eine Pflicht für mich, diesen Menschen in ihrer Wohnortnähe das Kontaktangebot machen zu können. Außerdem finde ich es total nervig, wenn man Ewigkeiten darauf warten muss, was aus einer Sache, die einem am Herzen liegt und über die man dann auch sprechen konnte, nun tatsächlich geworden ist. Wir bemühen uns, dass die Menschen die Antworten entweder gleich oder auf kurzem Weg quasi nachgereicht bekommen.“ sagt Demirbüken-Wegner und vergisst nicht zu bekräftigen: „Selbstverständlich bin ich weiter draußen unterwegs. Der Wahlkreis ist groß. Die Mäckeritzwiesen, die Siedlung Waldidyll oder die alte ‚Franzosensiedlung‘ am Kurt-Schumacher-Damm, da ist nichts mit Fußläufigkeit zum Bürgerbüro! Also werde ich auch da sein.“