Migrationsbeirat Reinickendorf veröffentlicht Stellungnahme für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der Migrationsbeirat Reinickendorf hat eine Stellungnahme zum interreligiösen und interkulturellen Dialog im Bezirk veröffentlicht. Darin spricht sich das Gremium nachdrücklich für ein respektvolles Miteinander aus und warnt vor einer zunehmenden Verrohung des gesellschaftlichen und politischen Diskurses gegenüber migrantischen Gruppen. Zugleich appelliert der Migrationsbeirat an alle demokratischen Kräfte sowie an die Bürgerinnen und Bürger, Spaltungstendenzen entschieden entgegenzutreten und den direkten Dialog zu suchen.

Anlass der Stellungnahme sind laut Migrationsbeirat Entwicklungen im politischen Diskurs seit einer Großen Anfrage in der Bezirksverordnetenversammlung im Jahr 2025 sowie jüngst bekannt gewordene Drohschreiben gegen Moscheegemeinden. Der Migrationsbeirat verurteilt jede Form von Hass, Rassismus und Einschüchterung aufs Schärfste und betont, dass Worte gesellschaftliche Auswirkungen haben können. Die Mitglieder des Gremiums erklären ihre Solidarität mit den betroffenen Gemeinden und rufen dazu auf, Vorurteile durch persönliche Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen abzubauen.

Als positives Beispiel für gelebten Zusammenhalt hebt der Migrationsbeirat das Fest der Religionen am 21. Juni 2026 im Hermann-Ehlers-Haus hervor. Vertreterinnen und Vertreter des Judentums, des Christentums, des Islams und des Buddhismus seien dort in einen offenen und respektvollen Austausch getreten und hätten ein sichtbares Zeichen für Frieden, gegenseitige Wertschätzung und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt.

Die vollständige Stellungnahme des Migrationsbeirats Reinickendorf ist auf den Informationskanälen des Bezirksamtes abrufbar. Der Migrationsbeirat bekräftigt darin sein Ziel, den interreligiösen und interkulturellen Dialog im Bezirk weiter zu stärken und sich für ein friedliches, vielfältiges und demokratisches Zusammenleben in Reinickendorf einzusetzen.

Migrationsbeirat Reinickendorf - Berlin.de