Senat gesteht drastischen Personalmangel bei Kitas ein

Die Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Bildung, Jugend und Familie, Emine Demirbüken-Wegner, hat es nun schwarz auf weiß: Die seit mehr als zwei Jahrzehnten von der SPD geführte Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gesteht einen erheblichen Mangel an Erziehern und Betreuern im Kita-Bereich ein. In Beantwortung ihrer Parlamentarischen Anfrage 18/10564 erhielt Demirbüken-Wegner eine Übersicht ernüchterner Zahlen.
„Im Ergebnis stelle ich fest: Obwohl diese Verwaltung seit fast zwanzig Jahren in einer sogenannten politischen Kontinuität einer einzigen Partei -hier der SPD- ist, sind die seit gefühlten Ewigkeiten vorhandenen Probleme bei der Personalplanung und –rekrutierung nicht wirklich auf dem Weg der Besserung. Nach wie vor kann die zuständige Senatsverwaltung nicht schnell reagieren. Ein längst überfälliges IT-System zur Personalmeldung und –planung startet nun erst in 2018. Die Bemühungen, sogenannte Quereinsteiger in diesen Bereich zu bringen sind zwar erfolgreicher. Dennoch vermag der Senat es auch nach einigen Jahren nicht hinbekommen, die mögliche Personalquote von 25 % nun endlich auszufüllen. Die Verlierer dieser inkonsequenten Personalpolitik sind die Kinder und Eltern in den Bezirken. Ich denke, dass nur dank der praktizierten Eigenverantwortlichkeit der Kitaträger, egal ob privat oder Eigenbetrieb, es hier schmale Erfolge zu vermelden gibt.“
Dorothee Igner


Anfrage Personalmangel Kita.pdf