Die ‚Max-Beckmann-Oberschule‘ ist die einzige weiterführende Oberschule im Ortsteil Reinickendorf-West. Die MBO ist eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in der Auguste-Viktoria-Allee 37. Benannt wurde sie nach dem deutschen Maler, Graphiker, Bildhauer und Autor Max Beckmann.
Die Schule selbst definiert sich in ihrem Leitbild (auszugsweise) so:
„Wir, die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern der Max-Beckmann-Oberschule fühlen uns als Gemeinschaft für unser Schulleben verantwortlich. Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem Lernen und Lehren Freude bereiten. Wichtig sind dabei: Freundschaft und Vertrauen, Höflichkeit und Fairness, Weltoffenheit und Wertschätzung von Vielfalt ... Die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule ist für uns Voraussetzung für einen erfolgreichen Lern- und Erziehungsprozess. Wir streben eine hohe Unterrichtsqualität an, nutzen zur Vermittlung von Wissen und Kompetenzen sowohl neue als auch bewährte Methoden und überprüfen regelmäßig die Ergebnisse. … Soziales Lernen ist ein Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit. Wir vermitteln den Schülerinnen und Schülern unabdingbare soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und friedfertige Konfliktlösung. Wir erwarten, unterstützen und wertschätzen soziales Engagement. Unsere Schule ist auch ein Ort der Persönlichkeitsentwicklung. … Wir vermitteln Grundlagenwissen zur Vorbereitung auf Berufsleben und Studium … Wir legen Wert auf den Erwerb sprachlicher Kompetenzen ... Unser Ziel ist es, Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Zuversicht in unseren Schülerinnen und Schülern anzulegen.“
Im April führte die MBO getreu ihrem Leitbild Projekttage zum Thema „LERNEN DURCH ENGAGEMENT“ (LdE) durch. Mit dabei an einem der Projekttage war die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner.
LdE ist eine Lehr- und Lernform, die schulisch-fachliches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Die Anbindung des strukturell verankerten Engagements von Schülerinnen und Schülern der ‚Max-Beckmann-Oberschule‘ (MBO) außerhalb der Schule findet immer im Fachunterricht statt. Dabei stehen die Ausbildung von demokratischen Kompetenzen und bürgerschaftlichem Engagement zur Stärkung der Zivilgesellschaft, aber auch die Veränderung von Unterricht und Lernkultur im Zentrum dessen, was sich unter dem Begriff „Lernen durch Engagement“ versteht.
Durch den Erwerb von Sozialkompetenzen wird die Persönlichkeit entwickelt. Darüber hinaus lernen die Schüler Wissen und Kompetenzen praktisch anzuwenden und diese strukturiert zu reflektieren. Die Schüler erreichen so eine tieferes fachliches Verständnis und erlangen zusätzlich einen nachhaltigen Eindruck von der Relevanz schulischen Lernen sowie von zivilen bürgerschaftlichen Engagements.
Die Schüler der MBO beschäftigen sich im Rahmen des Projekts und der zusammen mit dem Sozialen Träger im Kiez ‚SELAM-BERLIN‘ (c/o Michael Siegel, Zobeltitzstrasse 72, 13403 Berlin) durchgeführten Projekttage intensiv mit ‚Lernen durch Engagement‘.
Sie lernen die passenden Methoden kennen und tauschen sich mit Menschen aus, die ‚Lernen durch Engagement‘ an der eigenen Schule erlebt haben. Sie erörtern intensiv mögliche Konsequenzen, Chancen und Vorteile von LdE für die eigene Biographie. Sie erkunden den Sozialraum (hier AVA Kiez), in dem die Schule liegt und identifizieren Engagement-Partner sowie Bedarfe für Engagement-Projekte.
Ein Projekttag wie der miterlebte „produzierte“ die
Einrichtungen von Arbeitsgruppen:
1. Religion und Vielfalt: Unterstützung für die Mark-Twain-Grundschule und deren Willkommensklassen;
2. Ältere Menschen: Mehr Sauberkeit, Bekämpfung der Kriminalität, Planung eines Bürger’festes‘ mit dem Motto: „Engagiere Dich, Du wohnst auch hier!“
3. Inklusion: Gruppe 1: Problem der Ausgrenzung im Alltag. FAZIT: in der Kita ansetzen; andersartige nicht ausgrenzen, Zusammentreffen mit Flüchtlingen und Deutschen, Nachbarschaftstreff; Gruppe 2: Mobbing in der Schule (Erfahrungen, was ist zu tun), FAZIT: Bildung einer Selbsthilfegruppe, Kiezfest, Podiumsdiskussio;
4. Sport: jeder 5‘te ist übergewichtig! Bedarf nach mehr Bewegung. FAZIT: Aufhebung der Altersgrenzen auf den Spiel- & Sportplätzen: Mehr Aktivitäten anbieten, bauliche Veränderungen vornehmen;
5. Infrastruktur: Mehr Mülleimer, Verstetigen und regelmäßige Leerung, tlw. runtergekommene Spielplätze, Grafitti-Beschmierung. Verkehrssituation, fehlende Ampeln. FAZIT: mit umliegenden Grundschulen Ideen sammeln, wie verschönert werden kann. Müllbekämpfung!
6. KULTUR: Angebot analysieren, erweitern, bekanntmachen! FAZIT: Vorlesevormittag für Flüchtlingskinder, Kochen mit den Familien, Kiezspaziergänge;
7. ÖKOLOGIE: Zu wenig Grün, zu wenig Mülleimer…. Zu wenig Interesse der Menschen etwas zu tun! FAZIT: Kooperationspartner akquirieren wie bspw. EDEKA; Hundekotpapier und -schaufel an Mülleimer anbringen, Hundeparks und -treffs… anregen; Begrünung im Kiez voranbringen: Projekt „SAMEN STATT STUMMEL!“ Kooperationspartner in den Grundschulen (3. & 4. Klassen) suchen, Privatwirtschaft wie bspw. Blumenhändler ansprechen; Ziel: Für jede gefundene Zigarettenstummel eine Blume pflanzen - MOTTO: Nicht schön, Nicht häßlich, grüner geht’s immer, lasst uns was tun