Personalmangel im Kita-Bereich: Parlamentarische Anfrage von Demirbüken-Wegner deckt weitere Schwachstellen in der Arbeit der Senatsjugendverwaltung auf

Die Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Bildung, Jugend und Familie, Emine Demirbüken-Wegner ließ nicht locker. In einer weiteren Anfrage zur Personalsituation in den senatseigenen Berliner Kindertagesstätten (Drucksache 18/10915) musste die SPD-geführte Senats-Jugendverwaltung weitere Schwachstellen eingestehen.

Dazu äußerte die Reinickendorfer Abgeordnete sich: „Es zeugt nicht gerade von fachlicher und politischer Souveränität, wenn die zuständige Senatsverwaltung erst nach mehreren schriftlichen Nachfragen bereit ist, halbwegs brauchbare Informationen zu drängenden Fragen im Kita-Bereich zur Verfügung zu stellen.

Richtig ärgerlich wird es allerdings, wenn diese dann immer noch wenig belastbar sind, weil statistische Angaben nur unvollständig oder gar nicht zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass der Senat nicht zugeben will, dass verschiedene bereits als Erfolge „verkaufte Projekte“ sich als noch im Anfangsstadium befindlich erweisen oder mit weiterem hohem Personalmehrbedarf verbunden sind.

Dazu gehört beispielsweise die Einstufung des Erzieherberufs als Mangelberuf sowie der veränderte Erzieherschlüssel im Krippenbereich, der einen zusätzlichen Personalmehrbedarf von rund 800 Vollzeitäquivalenten verursacht. Vor anderen Fragen, wie zum Beispiel nach dem Umgang mit den zu erwartenden Elternklagen, die auf Grund der Nichterfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz zu erwarten sind, verschließt der Senat tapfer die Augen, um nicht Stellung nehmen zu müssen. 
Lieber lässt er, wie vor wenigen Tagen in Stuttgart und Düsseldorf, Pfannkuchen (Berliner) an werdende Erzieherinnen und Erzieher verteilen, um ihnen eine berufliche Zukunft im Land Berlin schmackhaft zu machen. Ob dies gelingen wird, ist äußerst fraglich, da es die Berliner Absolventinnen und Absolventen in der Mehrzahl immer noch vorziehen in andere Bundesländer zu gehen, da dort vor allem die Vergütungen  sehr viel attraktiver sind.“      

Schriftliche Anfrage E.Demirbüken-Wegner.pdf