Gleisanlage Thyssenstrasse: Vermüllung ist ständiges Ärgernis

Die zunehmende Vermüllung in der Thyssenstraße, die vor allem die Bewohner der Sitte- und der Blunckstraße aus dem Wittenauer Teil des Wahlkreises Reinickendorf 2 stört, ist ein ständiges Ärgernis. Der Wittenauer CDU-Ortsvorsitzende und stellvertretende CDU-Fraktionschef im Rathaus Reinickendorf, Björn Wohlert ist seit Monaten in enger Abstimmung mit der Wahlkreisabgeordneten Emine Demirbüken-Wegner an diesem Thema dran und hat dazu einige Initiativen gestartet.
Wohlert dazu: „In einem ersten Schritt habe ich die Industriebahn-Gesellschaft (IGB), die Eigentümerin der Gleisanlage entlang der früheren Industriebahn Reinickendorf ist, kontaktiert.

Die Vermüllung auf deren Gelände ist drastisch. Auf unseren Wunsch hin hat die IGB den Müll auf eigene Kosten entfernt. Zudem habe ich mich mit Eberhard Schönberg, dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU im Rathaus Reinickendorf, und den Verantwortlichen der IGB getroffen, um die langfristige Nutzung der Gleisanlage zu besprechen, damit weitere Vermüllung und Verwahrlosung verhindert werden kann.
Der Senat hat zu erkennen gegeben, dass er am Fortbestand dieser Trasse kein Interesse hat – man teilt nicht die Ansicht der IGB, im öffentlichen Interesse Trassen mit Planfeststellung als Verkehrsfläche vorzuhalten. Die Mieteinnahmen aus einem einzigen Vertrag über eine sehr kleine Fläche decken nicht ansatzweise die Kosten für die berechnete Grundsteuer und die Straßenreinigung, geschweige denn die Kosten für unregelmäßig anfallende Müllentsorgungen.

Eine mögliche Lösung für das Flurstück in der Thyssenstraße wäre, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft in der Blunckstraße 12 die Fläche mietet, um weitere Stellplätze zu schaffen. Ein entsprechendes Anliegen habe ich an die IGB weitergeleitet und es werden Gespräche zwischen dieser und der WEG stattfinden. Das wäre natürlich eine gute Lösung, da wir im Wahlprogramm auch gefordert haben, den Parkplatzmangel in Wittenau anzugehen. 

Darüber hinaus ist auch der ehemalige Güterbahnhof, an einem Zaun hinter den Gleisresten, noch stark von Vermüllung betroffen. Hierzu war ich im Gespräch mit dem bezirklichen Umweltamt. Dieses hat mit Bescheid die Beseitigung der Abfälle unter Androhung der Ersatzvornahme angeordnet. Der Bescheid ist inzwischen bestandskräftig geworden. Witterungsbedingt wurde dann im Frühjahr mit den Beräumungsarbeiten begonnen, die aktuell aber noch nicht abgeschlossen sind. Diese Vermüllung hat vermutlich auch zur Folge, dass entlang der Gleisreste der IGB weitere illegale Müllablagerungen vorgenommen werden.“

      


Die nächsten Monate werden nun zeigen, ob die bisherigen Anstrengungen zu einem Ergebnis führen oder ob weitere Initiativen notwendig sind. Demirbüken-Wegner und Wohlert sind sich einig darin, „dass unsere Aufgabe nicht mit ein paar Briefen und Gesprächen endet. Wir wollen eine saubere Stadt! Dies ist Credo von Reinickendorf!“