Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat in Absprache mit dem Bezirk Reinickendorf endlich die Voraussetzungen geschaffen, dass das Stauwasser an den Mäckeritzwiesen durch eine Leitung abgeleitet werden kann. Nach den starken Regenfällen im Juli war es dort zu großen Überschwemmungen gekommen. Viele Anwohner waren betroffen.
Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel und die für Reinickendorf-West gewählte Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner hatten bereits nach den ersten sintflutartigen Regenfällen Anfang Juli mit den Bewohnerinnen und Bewohner in den Mäckeritzwiesen Gespräche geführt. So konnten die CDU-Politiker auch nahtlos an den Gesprächsfaden anknüpfen, als Mitte Juli die Kolonie fast vollständig überflutet zu werden drohte. Erste Maßnahmen waren das Mobilisieren des Technischen Hilfswerks und der Einsatz Freiwilliger, sodann wurde der Kontakt mit der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) gesucht. Steffel konnte schließlich die ‚Deutsche Wohnen Gruppe‘ für eine großzügige Spende in Höhe von € 10.000 gewinnen, um die privat zu zahlenden Einsätze des THW in großen Teilen zu begleichen. Zusammen mit dem Bezirksamt Reinickendorf wurde von Steffel zügig ein erstes „Runder Tisch Gespräch“ initiiert.
Demirbüken-Wegner hielt engen Kontakt zum Staatssekretär Tidow in der Senatsverwaltung und hakte zusätzlich mit einer Kleinen Anfrage (Drucksache 18/11930) auf landespolitischer Ebene nach. Bernd Plenus, Siedlungsvorstand in den Mäckeritzwiesen: „Die Reaktion des Senats, verfasst von der Senatsverwaltung UVK, musste ich erst mal verarbeiten. In Anbetracht der Tatsache, dass wir, wenn nicht grundlegend etwas Gründliches unternommen wird, in den nächsten Jahren Venedig die Hand reichen können, ist für mich befremdlich. Wer dies ignoriert, sollte in Regreß genommen werden. Der Hinweis, dass vielfach keine angepasste Bauweise vorliegt, kann nur als Ignoranz eingestuft werden. Selbst der Flughafen Tegel, der unter Berücksichtigung damaliger moderner Bauverfahren konzipiert wurde, erhielt damals schon in der Bauphase eine Grundwasserabsenkung und steht trotzdem seit Jahren unter dem Einfluß des ansteigenden Grundwassers bzw. Oberflächenwassers.“ Der Siedlungsvorstand und beide Abgeordneten ließen sich jedoch nicht entmutigen und arbeiteten ‚hinter den Kulissen‘ weiter. Und sie konnten nun auch einen ‚Etappensieg‘ erreichen: die Senatsverwaltung läßt entgegen ersten Abwägungen eine provisorische Leitung zur Ableitung des sich bei Regen aufstauenden Wassers zu! Die genehmigte Leitung wird bis zum 31. März 2018 als Provisorium dienen. Für die Zeit danach wollen Senatsverwaltung und Bezirk gemeinsam eine langfristige Lösung finden.
Zu der Entscheidung der Senatsverwaltung sagte Dr. Frank Steffel: „Ich freue mich über dieses tolle Ergebnis unserer gemeinsamen Bemühungen für die Mäckeritzwiesen. Wir haben es innerhalb weniger Tage geschafft, dass die Siedler, das Bezirksamt und die Senatsverwaltung eine provisorische Lösung zur Ableitung des Stauwassers in der Siedlung auf den Weg gebracht haben. Wir haben es geschafft, dass weiter mit großem Einsatz an einer dauerhaften Lösung für das Problem der Überschwemmungen an den Mäckeritzwiesen gearbeitet wird. Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihr engagiertes und verantwortungsbewusstes Handeln. Ich wünsche mir, dass die Mäckeritzwiesen in diesem Sommer zum letzten Mal ‚Land unter‘ melden mussten.“