Bau- und Finanzdesaster BER – und kein Geld für Schallschutz der TXL Anwohner CDU-Fraktion fordert Sondersitzung des Hauptausschusses
„Das BER-Drama geht mit der x-ten Terminverschiebung weiter.
Ob das Eröffnungsjahr 2020 realistisch ist oder nur das nächste Wolkenkuckucksheim ist, bleibt ein weiteres Mal unklar. Die Terminverkündung lässt weiterhin drängende Fragen unbeantwortet. Nicht nur die Technikprobleme, Baumängel und Planungsfehler bleiben ungeklärt, auch die Kosten explodieren weiter ins Unermessliche. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat sich in der Generaldebatte des Parlaments am 14. Dezember seiner Verantwortung entzogen und kein Wort zum BER verloren. Sein Finanzierungs-Krisengipfel zu der Flughafenthematik blieb ohne greifbare Ergebnisse. Der Wirtschaftsplan der Flughafengesellschaft ist schon heute nichts weiter als Makulatur, denn ein wichtiger Aspekt fehlt: Der nun notwendige Schallschutz der Lärmgeplagten TXL-Anwohner!“
Eine BER-Eröffnung frühestens im Oktober 2020 führt zwangsläufig zu weiteren Ausgaben für den Schallschutz der TXL-Anwohner. Die Sondergenehmigung für den Flugbetrieb ohne weiteren Lärmschutz läuft Ende 2019 aus. Erst dann will der Senat den weiteren Schallschutzbereich festlegen. Ab 2020 könnten demnach die Betroffenen Anträge auf weiteren Schallschutz stellen. Die Wahlkreisabgeordnete von Reinickendorf-West, Emine Demirbüken-Wegner: „Mit der erneuten Terminverschiebung entsteht eben auch ein Rechtsanspruch auf Schallschutzmaßnahmen in Tegel – doch Rot-Rot-Grün hat im gerade beschlossenen Haushaltsgesetz unsere Anträge abgelehnt und sieht keinen Cent für Anwohnerschallschutz vor. Deshalb fordert die CDU-Fraktion noch vor Weihnachten eine Sondersitzung des Hauptausschusses, um die finanziellen Konsequenzen des Bau- und Terminverschiebungsdesasters parlamentarisch zu besprechen und Müllers Schweigen zu durchbrechen. Es kann nicht sein, dass die Betroffenen in und an den Einflugschneisen des TXL Opfer einer Haushalts- und Termintrickserei des Berliner Senats werden. Lärmschutz ist Gesundheitsschutz – und davon entfernt sich der Senat mit Überschallgeschwindigkeit!“