Kältehilfeeinsatz bei tiefstem Frost

In Berlin leben etwa 40.000 Menschen ohne WohnungWenn die kalten Wintermonate anbrechen, ist es für sie oft die härteste Zeit im Jahr. Hier leistet die Kältehilfe der Berliner Stadtmission einen unschätzbaren Dienst. sagt die ehemalige Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Emine Demirbüken-Wegner. I
In den Notübernachtungen finden Bedürftige einen Schlafplatz vor, ihnen wird eine warme Mahlzeit angeboten und sie können medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Für Obdachlose, die es nicht mehr von alleine in eine Notunterkunft schaffen, ist der Kältebus da. Er fährt jeden Abend von 21 bis 3 Uhr nachts und versorgt Menschen ohne Wohnung oder nimmt sie mit in eine Notübernachtung. Und wer von der Straße wegkommen will, dem eröffnet die Stadtmission die Chance, in einem der vielen Projekte, neu zu beginnen.

 

Der Monatswechsel Februar-März war von den tiefsten Temperaturen dieses Winters geprägt. Minus 16 Grad Celsius - und dies tagelang… waren eine große Not für die Menschen ohne Wohnung und ein große Herausforderung für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei der Kältehilfe der Berliner StadtmissionDiese zu unterstützen war Ansinnen einiger Mitglieder der Reinickendorfer Frauen-Union. Die Vorsitzende der Frauen-Union Reinickendorf-West, Christiane Buberthatte einen Rollcontainer für die Spenden organisiert. So steuerten bspw. Daniel Pfeiffer und sein Team von der Senioreneinrichtung DOMICIL in der Herbststrasse, die Mitarbeiter der ARCHE in der Gotthardstrasse und die stv. Fraktionsvorsitzende der CDU-Rathausfraktion Kerstin Köppen in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied des Sozialkaufhauses Rabauke e.V., Uwe Laurmann vom EdekaMarkt Konradshöhe und die Initiatorinnen selbst Schlafsäcke, Decken, Isomatten, warme Bekleidung und Säfte als Sachspenden bei. Die CDU-Ortsvorsitzende von Lübars-Waidmannslust, Julia Schrod-Thiel, war die Ideengeberin der Aktion und organisierte den Hilfeeinsatz in der Lehrter Strasse. Zusammen mit dem Landesvorstandsmitglied der Frauen-Union Berlin, Hannelore Sollfrank und der stv. Kreisvorsitzenden der Jungen Union Reinickendorf, Lisa Bubert, wurde gekocht, fand die Essensausgabe statt und wurden Menschen betreut. Schrod-Thiel: „Das war keine ‚Eintagsfliege‘! Das Engagement meiner Mitstreiterinnen ist so toll, weitere Aktionen werden folgen.“

Kältehilfeeinsatz bei tiefstem Frost