Hochwasserschutz für Berlin-Reinickendorf!

 
 

Petition: Hochwasserschutz für Berlin-Reinickendorf!
 
Hochwasserschutz für Berlin-Reinickendorf!

Das Hochwasser in Berlin-Reinickendorf und anderen Berliner Bezirken, das mit dem Starkregen am 23.07.2017 begann, hat bekanntlich sehr viele Keller überschwemmt. In Tegelort wurden viele Häuser regelrecht geflutet. In Heiligensee stand das Grundwasser über eine Woche in den Kellern. In den Mäckeritzwiesen steht auf einigen Grundstücken das Wasser bis heute knietief auf den freien Flächen. 

Das tagelang in den Häusern stehende Wasser hat viele Häuser beschädigt und Mobiliar und technische Einrichtungen zerstört. Durch Heizöltanks in überschwemmten Kellern hätte eine Umweltkatastrophe ausgelöst werden können. Die betroffenen Bürger und Bürgerinnen mussten Zehntausende Euro für Pumpen, Wassersauger, Bautrockner etc. ausgeben sowie für die Entsorgung ihres zerstörten Eigentums. Vielfach ist eine kostspielige Instandsetzung der betroffenen Häuser erforderlich. Nicht zuletzt hat der tagelange Kampf gegen das Hochwasser viel Kraft und Nerven gekostet. Nun drohen vielen Menschen Gesundheitsschäden durch Schimmel.

Das Wasser in den Kellern ist nicht allein auf den Starkregen zurückzuführen, sondern auch auf die Untätigkeit des Berliner Senats, der seit Jahren keine Maßnahmen ergriffen hat, um Hausbesitzer vor den Folgen des steigenden Grundwasserspiegels zu schützen. Der Starkregen hat nur das schon fast volle Fass zum Überlaufen gebracht. Das Grundwasserproblem ist nicht neu. Dem Senat ist seit Langem bekannt, dass Häuser im gesamten Stadtgebiet gefährdet sind. Bisher hat der Senat jedoch nichts unternommen, um das Problem anzugehen. Vielmehr hat er immer nur kaltschnäuzig behauptet, die Hauseigentümer hätten selbst für die Dichtigkeit ihrer Häuser zu sorgen bzw. hätten ihre Häuser so bauen müssen, dass kein Grundwasser eindringen kann. So heißt es im Abschlussbericht des Senats über die Beratungen des Runden Tisches Grundwassermanagement: „Es gibt kein Grundwasserproblem, sondern ein Problem mit den nicht fachgerecht abgedichteten Gebäuden“ (AH-Drs 17/1786, S. 71). 

In der Koalitionsvereinbarung hatten die Koalitionsparteien festgelegt, siedlungsverträgliche Grundwasserstände anzustreben. Um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können, wurde ein Runder Tisch Grundwassermanagement mit Betroffenen, Politikern, Vertretern der Berliner Wasserbetriebe und Fachleuten aus der Senatsverwaltung eingerichtet. Dieser Runde Tisch hat diverse Vorschläge zur Regulierung der Grundwasserstände gemacht. Der Senat hat jedoch sämtliche Vorschläge vom Tisch gewischt und seitdem die Hände in den Schoß gelegt.

Ich bitte Sie, die Leser meiner Homepage, zeichnen Sie die Petition:
Ihre
Emine Demirbüken-Wegner