Seit dem Sommer 2017 sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlungen in den Mäckeritzwiesen quasi in ständiger 'Alarmbereitschaft'. Die Starkregen im Juni und Juli 2017 ließen die Grundstücke teilweise 'absaufen'. Ab diesem Zeitpunkt setzten viele Bemühungen ein, nachhaltige Maßnahmen zur künftigen Vermeidung solcher Katastrophensituationen anzuschieben.
Das Anpacken der dort wohnenden Menschen ist dabei eine Art Dauerzustand. In der Woche nach Ostern erhielten die Siedlungsvorstände von allen drei beteiligten Behörden (Bezirksamt Reinickendorf, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und das Wasserschiffahrtsamt) die Verlängerung der Genehmigung zur Einleitung in den Hohenzollernkanal.
Diese ist nun bis zum 30.09.2019 befristet und erlaubt damit ein halbes Jahr länger als urprünglich weitere provisorische Ableitungen überschüssigen Oberflächenwassers.
Die Senatsverwaltung versorgt überdies die Siedlungen mit den Ganglinien des Grundwasserspiegels. Wenn auch marginal, so kann glücklicherweise festgestellt werden, dass die Höhe rückläufig ist.
Ebenfalls nach Ostern, also mit den ersten 'sicheren' Sonnenstrahlen, haben zwei Siedlungen in Gemeinschaftsarbeit im letzten Grabenabschnitt vor dem Kanal mit einem kleinen Bagger einen ca. 1m breiten und 60 cm tiefen Graben ausgehoben. Dies soll im Falle von Starkregen zur schnelleren Entwässerung und Transport des Wassers in Richtung Kanal dienen.
Das vom Senat beauftragte Gutachten soll lt. Senatsverwaltung im Juni vorliegen. Hiervon erhoffen sich alle Beteiligten weitere Aufschlüsse zur Analyse der Situation und über dann zu ergreifende dauerhafte Lösungswege.