Presseerklärung

Thema: Sprachförderung in Kita & Schule

Antwort des Senats zur Sprachförderung in Kita und Schule ist eine einzige Blamage


Emine Demirbüken-Wegner, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie, erklärt:

„Wenige Monate vor Einschulungsbeginn ist die Antwort des Senats zur Sprachförderung in Kita und Schule eine einzige Blamage. Nicht nur, dass die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen aus dem Jahr 2017 immer noch nicht in auswertbarer Form vorliegen. Nein, es kommt noch schlimmer: Unumwunden gibt der Senat zu, dass sich seit 6 Jahren der Prozentsatz der Kinder, bei denen schwerwiegende Sprachdefizite vorliegen, nicht geändert hat. Das waren im letzten Jahr mehr als 5.000.
Führt man sich vor Augen, dass sich in den Vorgängerjahren die Anzahl der Betroffenen in ähnlicher Größenordnung bewegt hat, dann muss uns die Zukunft dieser Kinder mit großer Sorge erfüllen. Ihr Bildungsweg ist von vornherein schwieriger und damit die Teilhabe in Schule und Gesellschaft gefährdet. Das bedeutet, die Gruppe der frühzeitig ‚Abgehängten‘ wird wegen fehlender Förderung größer. Eine verhängnisvolle Entwicklung, die den Senat wachrütteln sollte.
Doch wer glaubt, dass der Senat konkrete Problemlösungen auf konkrete Fragen der Anfrage 18/14766 präsentiert, wird sich schwer getäuscht sehen. Stattdessen werden breite Passagen aus der Grundschulverordnung zitiert und Links zu Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Höhepunkte bilden die Hinweise zu fehlenden Daten und Evaluationen sowie zur Schwierigkeit von Wirksamkeitsanalysen hinsichtlich der Umsetzung der verschiedenen Sprachförderkonzepte.

Die Materie sei einfach ‚zu komplex‘. Wie wahr...“

Siehe Anlage: SA 18/14766