Presseerklärung

Schriftliche Anfrage 18/14 837 „Ohne Kita-Fachpersonal geht gar nichts“ - Lange Antwort kurzer Sinn

 
Auch in meiner Anfrage 18/14 837 zum aktuellen Stand des zurzeit notwendigen Kita-Fachpersonals erging sich der Senat auf 6 Seiten zum Thema ohne den wirklichen Stand der fehlenden Fachkräfte auch nur einmal konkret zu nennen. Das allein ist schon eine Leistung an sich.

Für Interessierte ist lediglich herauszulesen, dass das Land Berlin bis zum Kitajahr 2019/2020 insgesamt ca. 29.000 Vollzeitäquivalentstellen benötigt, damit alle bewilligten Kitaplätze auch betrieben werden können.

Warum aber schweigt der Senat beharrlich über die Lücke zwischen derzeitigem Fachkräftestand und den zwei Jahre alten Prognosedaten aus der zitierten Roten Nummer? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Er möchte aus Rücksichtnahme die Betroffenen nicht belasten und zusätzlich in Hitze bringen. Eltern und Kitaträger haben ja bereits genug Sorgen. Da muss man gerade jetzt nicht noch „Öl ins Feuer gießen“.

Und die anderen? Nur nicht überstrapazieren. Zuviel Wissen kann womöglich zu schwerem Ballast werden, scheint die Devise. Darum hat sich der Senat wohl dafür entschieden, auf weitere konkrete Fragen zurückhaltend, ausweichend oder gar nicht zu antworten. Doch halt, der Senat kann auch anders. Denn auffällig ist, dass er insbesondere bei den Fragen und Problemen gelöst und engagiert auftritt, wo er bereitwillig Verantwortung an andere delegiert, wie zum Beispiel an den Bund oder die Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Wenn das so bleibt, könnte das noch für so manche Überraschungen in der Berliner Kitapolitik sorgen.