‚R’West-Unterwegs‘, diesmal im Spionagemuseum
Am 17.10. startete die nun mittlerweile 7. Aktion von „R’West unterwegs“, die von der Wahlkreisabgeordneten Emine Demirbüken-Wegner initiiert und durch ihr Büro organisiert wurde. Mit 27 begeisterten Bürgern ging es in die ausgebuchte Führung zum DEUTSCHEN SPIONAGEMUSEUM.
In den 90 Minuten dieser exklusiven Führung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Museum erklärte eine sachkundige Studentin die Geschichte der Spionage: Die Anfänge der Spionage wurden schon bei den Pharaonen als ‚Staatsaufgabe‘ intensiv betrieben. Im 19. und 20. Jahrhundert erfuhr dieses ‚Gewerbe‘ einen weiteren Schub, denn nun bediente man sich auch aufgrund der technischen Entwicklung in Staat und Gesellschaft weit fortentwickelter Methoden. Bspw. wird im Museum die Geschichte der dort ausgestellten Enigma, die im 2. Weltkrieg am häufigsten benutzte Chiffriermaschine, die kryptographische Nachrichten der Wehrmacht übermittelte, dargestellt. Diese verlor im Laufe des Krieges nach Möglichkeiten der Dechiffrierung durch die Alliierten an Bedeutung.
Spannend war für die Reinickendorfer Besucherinnen und Besucher zu erfahren, was alles zu der Zeit der ‚Kalten Krieges‘ um sie herum passierte. Die Geschichte der Spionage in Ost- und Westberlin im Detail geschildert zu bekommen, zahlreiche Originalobjekte wie z.B. den schießenden Schirm oder Lippenstift, Kameras in Kugelschreibern und Schuhen zu begutachten, jagte manch altem ‚Frontstädter‘ den Schauer der Erinnerung über den Rücken. Auch die Geschichte der Agentenaustausche auf der Glienicker Brücke, die seitens der ostdeutschen Machthaber ironischerweise ‚Brücke der Einheit‘ genannt wurde, ist im Museum umfangreich dokumentiert. Es ist damit auch nicht mehr verwunderlich, dass bis heute Berlin noch immer als Hauptstadt der Spionage gilt. Das Abhören von Telefongesprächen Westberliner und anderer deutscher Spitzenpolitiker, das Einschleusen von frühen Formen sogenannter Troianer auf Rechnern wird im Museum dargestellt. Längst hat sich die Spionage weiterentwickelt, allerdings auch oft für kommerzielle Zwecke, um z.B. das Konsumverhalten der Bürger zu erfahren. So geben viele Menschen ihre persönlichen Daten großzügig preis und werden damit auch zum Spielball für die Wirtschaft.
Die R’West-Unterwegs-Besuchergruppe hatte bis zum Schluss des Rundgangs die Chance, einen tiefen Einblick in die alten Techniken vergangener Zeiten wie in die modernen Spionagemethoden von heute zu bekommen. Nach der Führung haben Viele noch mit großer Begeisterung die Gelegenheit genutzt, z. B. auch zu den Requisiten zahlreicher James Bond Filme zu gehen oder sich wie Tom Cruise in der bekannten Filmreihe „Mission Impossible“ sich in der Überwindung von Laserstrahlen zu üben! Kurzum: R-West-Unterwegs, eine Aktionsreihe, die Alle begeistert!