An der Strasseneinmündung der Otisstrasse in die Wittestrasse wird es gemäß einer Vorlage zur Kenntnisnahme an die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf (
BVV-Drucksache 0254/XX-02) keine Ampelanlage geben. Die BVV hatte im Oktober 2017 einen Beschluß gefasst, der an dieser Kreuzung dem Busverkehr weiteren Vorrang einräumen sollte. Wörtlich hieß es:
„Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob an der Einmündung Otis- Ecke Wittestraße eine Lichtzeichenanlage mit Vorrang für den dort stattfindenden Busverkehr eingerichtet werden kann.“ Die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (Sen UVK) hat nunmehr geantwortet. Die Senatsverwaltung sieht keinen Bedarf.
Staatssekretär Tidow (Sen UVK) dazu:
"Ich verstehe das Anliegen, dem Öffentlichen Nahverkehr schnellstmögliche Fahrt zu ermöglichen, bitte jedoch um Verständnis, dass für zusätzliche Verkehrsmaßnahmen an dieser Kreuzung derzeit kein Erfordernis gesehen wird."
Senatsverkehrsverwaltung: Keine Garantie gegen Rückbau Reinickendorfer Hauptverkehrsstrassen
Im Juni 2018 hatte die BVV-Reinickendorf via Bezirksamt den Senat gebeten, eine Garantieerklärung gegen den Rückbau von Reinickendorfer Hauptverkehrsstrassen abzugeben. Diese Garantie verweigert die zuständige Senatverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Dies ist die 'Botschaft', die aus einer aktuellen Vorlage zur Kenntnisnahme (
BVV-Drucksache 0197/XX-01) des Bezirksamtes zum BVV-Beschluß herauszulesen ist. Der
Kernsatz der Senatsaussage lautet:
"Um den verschiedenen Nutzungsansprüchen von Stadtstraßen gerecht zu werden und um umweltfreundlichen Verkehr (Rad, Fuß und ÖPNV) für lebenswerte Städte zu fördern, sind dort (gemeint sind die gesetzgleichen 'Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen')
Zielfelder und Abwägungsregeln fest vorgeschrieben. Die von der BVV vorgesehene einseitige Festlegung auf ein Zielfeld widerspricht den erforderlichen Abwägungsgrundsätzen." Das Bezirksamt Reinickendorf, namentlich die für den Strassenbau zuständige
Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt und Bezirksbürgermeister Frank Balzer kommentieren in der Vorlage an die BVV die Senatsantwort ungewöhnlich deutlich:
"Das Bezirksamt bedauert, dass die Senatsverwaltung nicht die gewünschte Zusage gemacht hat."