Pressemitteilung

Aktueller Kitastreik - Tariferhöhung, Einkommensangleichung


Provokante Senatstaktik verschärft die Kita-Krise und wird für weitere Streiks sorgen

"Nicht erst seit dem Warnstreik vom 29. Januar dieses Jahres warten die Berlinerinnen und Berliner auf ein öffentliches positives Signal des Senats zugunsten der Berliner Erzieherinnen und Erzieher in den laufenden Tarifverhandlungen", erklärt die Abgeordnete und Vorsitzende des Bildungsausschusses Frau Emine Demirbüken-Wegner (CDU)).

"Statt dessen durften die Betroffenen sowie die breite Öffentlichkeit ein abgeschmacktes Spiel der Regierungsparteien genießen: Während Politiker der Koalition - sonst abgetaucht - sich auf den Podien als nimmermüde Kämpfer für die gerechte Sache gerierten, versicherte sich der Senat durch Leisetreterei eine gute Position in den Reihen der kommunalen Arbeitgeber und dämpfte unüberhörbar die geweckten Erwartungen.

So kann man weder geeigneten Frauen und Männer für den Erzieherberuf motivieren noch Abwanderungen aus dieser Tätigkeit stoppen. Im Gegenteil: Es wird damit Politikverdrossenheit geschürt, die Berliner Kita-Krise weiter befeuert und der Fachkräftemangel vergrößert.

Der Senat muss endlich zu seinen Versprechen für eine gerechte und faire Vergütung der Berliner Erzieherinnen und Erziehern stehen. Tut er das nicht, so wird er in diesen Fragen endgültig unglaubwürdig sowie weitere Kita-Streiks - einschließlich Proteste von Müttern und Vätern - provozieren.

Und vergessen wir nicht: vor allem auf dem Rücken der Kinder vollzieht sich das ganze Theater! Ihnen schadet man am meisten, wenn durch fehlende Fachkräfte die Qualität der Berliner Kindertagesstätten noch weiter den Bach runter geht und somit der schulische Misserfolg vorprogrammiert ist."