Jedes Jahr erkranken in Berlin etwa 17.000 Menschen neu an Krebs. Diese Menschen benötigen bestmögliche Versorgung und umfassende Information, aber genauso brauchen sie Solidarität und Fürsorge. Genau dafür setzt sich seit 60 Jahren die Krebsstiftung Berlin ein. Die Krebsstiftung Berlin erhält keine öffentlichen Zuwendungen sondern ist ganz auf die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen angewiesen. Mehrmals im Jahr veranstaltet die Stiftung Benefizkonzerte mit dem Abonnementenorchester des Deutschen Symphonieorchesters Berlin. Beim letzten Konzert Anfang März im großen Sendesaal des Hauses des Rundfunks in der Masurenallee konnten die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Prof. Dr. Petra Feyer und die stv. Kuratoriumsvorsitzende
Emine Demirbüken-Wegner im Namen der Stiftung fast 700 Gäste begrüßen.
Das Besondere am Auftritt des Orchesters ist dessen Zusammensetzung: "Aus dem Parkett mitten auf die Bühne" ist die Devise! Abonnenten und andere Freunde des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin müssen sich beim Musikgenuss nicht nur aufs Zuhören beschränken. Vorausgesetzt, sie beherrschen selbst ein Instrument. Seit 2004 bietet das DSO Amateurspielern die Chance, ihre Fähigkeiten mit Hilfe von Profis auszubauen und mehrmals im Jahr vor großem Publikum wie hier bei der Krebsstiftung aufzutreten.
Die Idee stammt von Heinz Radzischewski, stellvertretender Solo-Trompeter des DSO und begeisterter Hobby-Dirigent. In seiner Heimat Bayern gibt es bereits seit längerem das Abonnentenorchester der Münchner Philharmoniker. Radzischewski gelang es, diese Initiative nach Berlin zu übertragen.
Zwischen 60 und 70 Laienmusiker treffen sich regelmäßig einmal in der Woche im Ferenc-Fricsay-Saal im rbb-Fernsehzentrum, wo auch das DSO seine Proben abhält. „Ganz unterschiedliche Berufsgruppen sind bei uns vertreten – Ärzte, Professoren, Lehrer und Apotheker“, sagt Radzischewski. Ehemalige DSO-Mitglieder im Ruhestand, die das Orchesterleben noch nicht aufgeben wollen, betreuen sie als Mentoren. Einmal pro Saison steht sogar der Chefdirigent am Pult – für alle Beteiligten ein besonderer Anreiz. Und auch ein besonderer Anreiz für die Stiftung, denn freiwilliges und ehrenamtliches Engagement zeichnen Stiftung und Orchester gemeinschaftlich aus!