Kleine Idee mit großer Wirkung - 1.000‘ste Mundmaske verteilt

 
Der Berliner würde sagen „Was für eine Schnapsidee!“. Knapp 2 Wochen vor Ostern begann man im Wahlkreisbüro von Emine Demirbüken-Wegner aus festem Papierserviettenmaterial mit Hilfe von zwei ‚Schießgummis‘ und ‚Tackerklammern’ einige ‚Mundschutzmasken‘ zu basteln. Die wurden rund um das Büro in der Scharnweberstrasse unentgeltlich verteilt. Dazu gab es dann noch ein Exemplar der Ortsteilzeitschrift ‚Der Fuchs‘.



Wir verteilen im Wahlkreis ungefähr 18-19.000 Zeitschriften per Briefkasten und zusätzlich gelangt der ‚Fuchs‘ in rund 80 Geschäfte im Kiez. Damit bringen wir nochmals ca. 2.500 Exemplare unter die Menschen.“ erklärt Demirbüken-Wegner. „Durch die Corona-Beschränkungen sind gut 2/3 der Geschäfte geschlossen. Also haben wir die Masken mit dem ‚Fuchs‘ weitergegeben.“ Die örtliche Presse berichtete und plötzlich lagen sogar ‚Bestellungen‘ vor. „Selbst aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg fanden sich Mails auf unserem Server. Diese haben wir mir einer freundlichen ‚Selbstbauanleitung‘ versehen beantwortet.

Was dann geschah, fasst sich wie folgt zusammen: morgens Material kaufen, vormittags und mittags Mundmasken basteln, nachmittags verteilen und auch versenden. „Es war schon rührig mitzubekommen, wie bspw. in den Bäckereien des Ortsteiles auf die nächste ‚Lieferung‘ gewartet wurde.“, so die ehemalige Gesundheitsstaatssekretärin. „Natürlich wissen wir, dass dies nur ein unzureichender Schutz ist. Wir sagen das auch immer wieder. Aber es gibt eben auch den Nachahmereffekt.“ Am 15. April wurde die 1.000‘ste Servietten-Mundmaske kostenlos ausgeliefert. So hat sich eine kleine Idee verselbständigt.