Sanierung Paracelsusbad – dafür brauchen wir 10 Mio € mehr
Riesige Baugerüste lassen auch den unaufmerksamen Passanten, Rad- oder Autofahrer am Paracelsusbad wissen: Hier wird gebaut. Der ursprüngliche Kostenrahmen für die notwendigen Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützen Paracelsus-Bades mit der typischen Architektur der auslaufenden 1950er Jahre belief sich ursprünglich auf netto 7 Millionen Euro. Die Kostenschätzung nach Abschluss der Vorplanung lag dann bei 17 Millionen Euro. Zu den Ursachen für die Fehleinschätzung heißt es seitens der Berliner Bäderbetriebe (BBB), dass der Ursprungswert auf Kennwerten ähnlicher Baumaßnahmen beruhte. Eine detaillierte Planungsbetrachtung erfolgte erst später und wurden dann nach der Beauftragung der Planer im Zuge der Vorplanung aufgezeigt und kostenmäßig detailliert bewertet. So wurde ersichtlich, dass der Zustand des Bades und der Anlagen schlechter als angenommen und ein größerer Maßnahmenumfang notwendig ist. Das Paracelsus-Bad wurde in den Jahren 1957 bis 1960 errichtet. Eine vollständige Sanierung des Gebäudes ist seitdem nicht erfolgt, lediglich partielle Reparaturen und Teilsanierungen einzelner Bereiche wurden durchgeführt. Nun fragt sich nicht nur der Berliner Steuerzahler, wofür die rd. 10 Mio. Euro Mehrkosten im einzelnen verwendet werden. Der stv. CDU-BVV-Fraktionschef und Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert begann zu recherchieren und zusammen mit den Reinickendorfer Abgeordneten Emine Demirbüken-Wegner (Wahlkreisabgeordnete) und Stephan Schmidt (Mitglied im finanzierenden Hauptausschuß) nahmen die drei die Meldungen über diese immense Kostenerhöhung zum Anlaß, den Senat in einer Schriftlichen Anfrage um Stellungnahme zu bitten (Drucksache 18/24388). Nun liegt die Antwort vor.
Laut BBB wurden die Voruntersuchungen erst im Rahmen der Grundlagenermitt-lung/Vorplanung durchgeführt, mithin nach Festlegung des Kostenrahmens. Die Voruntersuchungen hatten folgende Ergebnisse: